Stevia rebaudiana Bertoni (Familie Compositae)
Stevia rebaudiana ist eine Staude, die ursprünglich zwischen Paraguay und Brasilien vorkommt.
| Gattung: |
Stevia |
| Art: |
Rebaudiana |
| Familie: |
Compositae |
| Deutscher Name: |
Süsskraut |
| Heimat: |
Paraguay |
| Wuchsform: |
Mehrjährige nicht winterharte Staude. Die unscheinbaren Blüten sind klein |
| Pflanzenhöhe: |
bis ca. 60cm |
| Blütenfarben: |
weiss |
| Standortansprüche: |
Sonnige bis halbschattige Lage. Der Boden muss immer etwas feucht sein, denn sie vertragen die Trockenheit schlecht. Sie brauchen ähnlich viel Wärme wie der Basilikum. |
Stevia wurde zum ersten Mal von Moises S. Bertoni klassifiziert. Er entdeckte
die Pflanze im Nordosten Paraguays.
Seit Jahrhunderten wird Stevia von der Urbevölkerung im Dreiländereck Paraguay, Brasilien und Argentinien, den Guaranís, als Heilpflanze und zum Süssen von Mate-Tee (ein Stechpalmengewächs) genutzt und ist dort unter dem Namen Caá-heé (Honigblatt) oder Yerba dulce bekannt. Die Europäer kamen erst 1887 in Kontakt mit Stevia.
Stevia rebaudiana ist ein kleiner, ca. 50 bis 100 cm hoher Strauch aus der Familie der Korbblütler. Diese Gattung ist in der "Neuen Welt" mit 150 bis 300 Arten vertreten. Aber nur zwei Arten enthalten das diterpene Steviosid.
Stevia ist eine blattreiche Pflanze mit kleinen lanzettförmigen Blättern und weissen Blütenkörbchen. Die Wurzeln sind mehrjährig, ertragen aber keinen Frost. Die Wurzeln sind flachgründig, bilden kaum Feinwurzeln, und dringen nur 15 bis 25 cm ins Erdreich ein. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt am Ende der Vegetationszeit ab. Die Blätter sind hell- bis dunkelgrün mit einer Länge von 5 bis 8 cm und einer Breite von 2 bis 3 cm. Die Blattform ist unterschiedlich, von eiförmig über elliptisch bis zu rautenförmig. Die weissen Blütenköpfchen sind meistens 5-blütig. Die Anzahl der Köpfchen pro Seitentrieb schwankt zwischen 10 und 200.
Der Samen ist ca. 3 mm lang. Stevia rebaudiana ist zum Grossteil ein Windbestäuber. Die Stevia ist sehr anspruchslos, bevorzugt aber feuchte, grobkörnige, sandige, saure Böden oder Kompostböden wie sie am Rand von Marsch- oder Grasland mit niedrigem Wasserspiegel auftreten und ein subtropisches Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 24° C und rund 1400 mm Niederschlag.
Getrocknete Blätter können jahrelang aufbewahrt werden. Erst in jüngster Zeit erkannte man den süssen Inhaltsstoff als ein Glykosid oder genauer als ein Steviosid, das aus dem Alkohol Steviol und 3 Molekülen Glucose besteht. Steviosid besitzt die 300fache Wirkung der Saccharose und enthält keinen Stickstoff.
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